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Schultheater ist gut und wichtig – Theaterspielen am Staffelsee-Gymnasium Murnau

Stand: November 2013 

Das Staffelsee-Gymnasium lebt den Gedanken des Schultheaters, die Förderung der persönlichen und sozialen Entwicklung der Schülerin und des Schülers seit vielen Jahren und kann auf eine bunte Reihe vielfältiger Produktionen vom Unterstufentheater über das Mittelstufentheater als Wahlunterricht bis hin zum Fach des Dramatischen Gestalten zurückblicken; seit dem Schuljahr 2012/13 erweitert das Theater-Labor unser Spektrum noch um das Improvisationstheater.

Der lebendige Eiffelturm in einer Improvisation


Das Theaterspielen ist als Fach am Gymnasium fest an den Schulen etabliert und der Landesverband Theater am Gymnasium (TAG) bemüht sich nun schon seit mehreren Jahren um eine Qualifizierung von Theaterlehrern und die Fortbildung Theaterschaffender, was als Folge hat, dass an den bayerischen Gymnasien insgesamt mittlerweile in einem Schuljahr mehr 300 Kurse Dramatisches Gestalten in der Oberstufe und mehr als 1000 Arbeitsgemeinschaften in der Unter-und Mittelstufe angeboten werden.


Wir bieten ab der 6. Klasse in allen Jahrgängen bis einschließlich der 11. Klasse Theater als Wahlunterricht, Arbeitsgemeinschaft oder Kurs in der Oberstufe an; den Theaterlehrern unserer Schule ist es somit möglich, mit ihren Schauspielern von der 6. Klasse an zu arbeiten und sie altersgemäß aufzubauen. Die Schülerinnen und Schüler, die Interesse und Freude an Theater haben, können durch alle Jahrgänge hindurch ihre schauspielerischen Talente erproben und entwickeln. Im Schuljahr 2014/15 spielen am Staffelsee-Gymnasium rund 65 Kinder aktiv Theater und engagieren sich bei der Vorbereitung und Darbietung ihrer Produktionen. In der Unterstufe geht es noch nicht darum, die großen Werke auf die Bühne zu bringen. Vielmehr steht das Erlernen von Grundfertigkeiten im Vordergrund: Die Wahrnehmung des eigenen Körpers, die Bewegung im Raum, das Zusammenspiel von Personen. Mit Konzentrations- und Improvisations- und Sprechübungen, mit dem Erarbeiten von kleinen Szenen und kurzen Stücken, werden die Schülerinnen und Schüler an das freie Spiel auf der großen Bühne herangeführt. Wenn sich die jungen Schauspieler zu einer Gruppe zusammengefunden haben und die wichtigsten Grundlagen des Sprechens und Spiels gelegt sind, wird ein Stück erarbeitet, dass am Ende des Schuljahrs aufgeführt wird. Dabei steht nicht das einzelne Kind im Vordergrund, sondern die ganze Gruppe, das Ensemble. Bühnenbild, Requisiten und Kostüme spie¬len, wenn überhaupt, nur eine völlig untergeordnete Rolle, im Mittelpunkt steht das Spiel. Die Idee des Unterstufentheaters ist also die Lust am Spiel zu wecken und den Schülerinnen und Schülern ihre eigenen persönlichen Möglichkeiten aufzuzeigen und weiterzuentwickeln. In der Mittelstufe haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich in der Wahlunterrichtsgruppe oder in der AG „Theaterlabor“ zu engagieren; es ist selbstverständlich möglich, in jeder Jahrgangsstufe in das Theaterleben einzusteigen, es gibt aber auch einen festen Kern an Schauspielerinnen und Schauspielern, der ab der 6. Klasse Theater spielt und somit die Möglichkeit hat, sich über mehrere Jahre hin weiterzuentwickeln. In der Mittelstufe arbeitet der Wahlunterricht stärker als in der Unterstufe auf die abschließende Produktion hin, beschäftigt sich also von Anfang an intensiv mit Stück- und Rollenfindung. Anders als in der Unterstufe wird hier somit eine persönliche Ausarbeitung einer größeren Rolle verlangt, also auch die Auseinandersetzung mit der Rollenbiografie und mit der Positionierung im Stück sowie das Lernen längerer Textpassagen. Die größere Produktion erwartet auch die Entwicklung und Anfertigung eines Bühnenbildes.

Das Theaterlabor, bei dem das Erlernen des Improvisationstheaters im Vordergrund steht, und das somit nicht auf eine große Produktion am Ende des Schuljahres hinarbeitet, sondern sich die Möglichkeit einer Aufführung offen hält, zeigt den Schauspielerinnen und Schauspielern eine ganz andere Art des Theaters. Auch wenn hier die Arbeit nicht weniger intensiv ist, ermöglicht das Theater-Lab den Jugendlichen, die nicht die zeitlichen Kapazitäten für die Erarbeitung einer größeren Produktion mit vielen Probennachmittagen und -wochenenden haben, sich trotzdem dem Theater zu widmen.


Schon seit einigen Jahren nun präsentieren das Unter- und das Mittelstufentheater an einem gemeinsamen Theaterabend ihre Produktionen. Zunächst zeigt das Unterstufentheater seine ca. 30minütige Aufführung, und nach einer Pause, in der es traditionsgemäß von der AG „SGM-sozial“ eine vorzügliche Versorgung gibt, präsentiert das Mittelstufentheater sein Stück. Diese Theaterabende sind nicht nur für die Schauspielerinnen und Schauspieler, sondern auch für die Besucher unvergessliche Erlebnisse; hier wird uns bewusst, welche Bedeutung das Schulleben in der Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen einnimmt, und wie wichtig es ist, jedem einzelnen Kind die Möglichkeit zu geben, durch das Angebot künstlerischer Projekte gefördert zu werden.

 

Sabina Wipfler (Unterstufentheater)

Johannes Riedelsheimer (Mittelstufentheater)

Dorothee Munz (Theaterlabor)

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