Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite Fächer Musik Aktuelles Jugendkonzerte

_________________________

 

Jugendkonzerte und Jugendchor

— abgelegt unter:

Eine kurze Dokumentation des Besuchs des ersten Jugendkonzertes 2019/20 und Berichte über die Benefiz-Auftritte unseres Jugendchores.

1. Jugendkonzert 2019/20

Endlich, nach langen Warten ging es am 28.11.19 mit der Jugendkonzertsaison 19/20 los. Voller Vorfreude fuhren wir diesmal nicht im Schneechaos sondern bei gutem Wetter mit dem Bus los. Auf der Busfahrt wurden wir natürlich wieder wunderbar von Frau Gauer auf das kommende Jugendkonzert eingestimmt, das dieses Mal überwiegend aus Kompositionen des 20. Jahrhunderts bestand.

Als erstes wurde die Symphonische Dichtung „Don Juan“ von Richert Strauss gespielt, der das dramatische Gedicht von Nickolaus Lenau als Inspiration nutzte und sein gleichnamiges Werk schrieb. Don Juan, der Frauenheld, sucht immer wieder nach einem neuen „Kick“ so heißt es im Gedicht: „Hinaus und fort nach immer neuen Siegen, / solang der Jugend Feuerpulse fliegen.“ Zu Beginn des Werkes wird Don Juan mit einem stolzen Thema vorgestellt, das immer wiederkehren wird.  Später wird in Lyrischen Episoden die Zuneigung zu Frauen beschrieben, die durch Juans heldenhaftes, klanggewaltiges Thema der Hörner abgelöst wird, das seine Siege beschreibt. Am Schluss folgt eine Generalpause und die letzten Takte in Moll, die den Tod des großen Frauenhelden darstellen.

Nach diesem aufregendem Gedicht folgte ein Violinkonzert von Béla Bartók, der es für seine Sommerliebe Steffi Geyer, eine Geigerin, komponierte. Das Konzert beginnt mit dem „Steffi Motiv“ das von der Solovioline ohne Orchesterbegleitung vorgetragen wird. Im ersten Satz wird das „musikalische Band der idealisierten Steffi Geyer überirdisch und innig“ dargestellt. Im Gegensatz dazu stellt der 2. Satz die fröhliche und geistreiche Seite der Geigerin vor. Die noch junge Geigerin Veronika Eberle war Jungstudentin am Münchner Richard-Strauss-Konservatorium. Sie studierte an der Münchner Musikhochschule und erregte mit nur 16 Jahren internationale Aufmerksamkeit, da sie zusammen mit Sir Simon Rattle bei der Salzburger Opernfestspielen Beethovens Violinkonzert spielte. Virtuos meisterte die schwangere Frau das schwierige Konzert und schaffte es, dass wir uns alle Steffi Geyer wunderbar vorstellen konnten.

In der Pause durfte dann ein Teil der Gruppe mit dem Moderator Malte Arkona, der auch „die beste Klasse Deutschlands moderiert“, ein Foto machen und ein kurzes Gespräch führen.

Nach der Pause folgte dann eine gekürzte Fassung des Balletts „Romeo und Julia“ von Sergej Prokofjew. Nach einer unterhaltsamen Nacherzählung der Geschichte von Shakespeare, kamen 6 Sätze, die verschiedene Teile der Geschichte erzählten: 1.„Die Montagues und die Capulets“/ 2.“Julia das kleine Mädchen“/ 3. „Masken“/4. „Romeo und Julia“/ 5. Tybalts Tod“ und 6. „Romeo am Grabe Julias“. Anfangs war diese Musik ein Ballett, doch in der Sowjetunion wurde die Aufführung der Balletts verboten, da es „untanzbar“ sei und die Rhythmen zu modern. Prokowjew stellte seine Musik nun auf zwei Orchestersuiten um, um wenigstens die Musik aufführen zu können. Da diese Musik vom Publikum sehr begeistert aufgenommen wurde und Prokowjew großen Erfolg mit seinem Märchen „Peter und der Wolf“ hatte, durfte er sein Ballett nun doch aufführen. Dirigiert wurde das gesamte Konzert von Rafael Payare, der Teil der musikalischen Jugendförderung „El sistema“ in Venezuela war. Er dirigierte nach seinem Studium bei José Antonio Abreu alle großen Orchester Venezuelas und war 2015 das erste Mal Gastdirigent in der Münchner Philharmonie. Es war mal wieder eine super tolle Erfahrung! Vielen Dank an Frau Gauer, dass sie uns dies jedes Jahr wieder ermöglicht!

Clara Schretter, 8c

IMG_7993.jpg

Nachtrag zu den Benefizkonzerten des Jugendchores vor Weihnachten

 

Weihnachten im Krankenhaus verbringen? Möglicherweise nach einem schweren Unfall und mit der Aussicht, nie mehr gehen zu können? Für viele Patienten in der Abteilung für Rückenmarksverletzte im UKM ist das traurige Realität. Chefärztin Frau Dr. Meier lobte ausdrücklich das Engagement der etwa 90 Schülerinnen und Schüler des Jugendchors, die zur Weihnachtsfeier ins Krankenhaus kamen, um dort für Patienten und Mitarbeiter zu singen. Mittlerweile können wir auf eine achtjährige Tradition von Weihnachtskonzerten im UKM zurückblicken. So trafen wir dieses Mal sogar eine ehemalige Schülerin, die vor acht Jahren mitsang und nun dort ihr Pflegepraktikum absolviert.

 

Die zweite gute Tat des Jugendchors war der Auftritt in der St. Nikolauskirche am 21.12.2019 bei der Benefizkonzertreihe „Samstaghalb4“. Gemeinsam mit anderen Murnauer Ensembles sang der Jugendchor vor einer voll besetzten Kirche. Die einzigartige Atmosphäre und Schüler, die „wie Engel“ sangen (Murnauer Tagblatt), trugen dazu bei, dass bei diesem Konzert die unglaubliche Spendensumme von ca. 3900 Euro eingenommen werden konnte. Das Geld geht an die Uganda-Hilfe und an Projekte des Vereins Menschen Helfen. Ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden!

DSC_6252.jpg

Sonja Gauer

Artikelaktionen
  • Für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen wird keine Haftung übernommen.
    Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat: sekretariat©sgmu.de.