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Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr Murnau

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Im Rahmen des Chemieunterrichts statteten die Schüler der 8. Jahrgangsstufe am 25.1.19 der Freiwilligen Feuerwehr Murnau einen Besuch ab. Die Schüler erwartete ein tolles Programm, das interessante Informationen zur Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Murnau, eine Übung zum Umgang mit dem Feuerlöscher und eindrucksvolle Demonstrationen zur Entstehung und Bekämpfung von Bränden enthielt.

Bericht über einen Besuch von Schülern der 8. Jahrgangsstufe bei der Freiwilligen Feuerwehr Murnau

 

 

Herr Kramer, der Kommandant der Feuerwehr, informierte die Schüler zuerst über die vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr. Mehr als 100 ehrenamtliche Feuerwehrmänner und ‑frauen löschen Brände, retten Verunglückte aus Unfallfahrzeugen, beseitigen umgestürzte Bäume oder sichern den Autobahnabschnitt zwischen Sindelsdorf und Ohlstadt. Mit einem Mindestalter von 14 Jahren kann man der Freiwilligen Feuerwehr beitreten und ab 16 Jahren darf man dann an Einsätzen teilnehmen. Interessierte sind bei der Feuerwehr immer herzlich willkommen.

Jedes Mitglied der Feuerwehr erhält eine eigene Ausrüstung. Die Kleidung muss vor allen Gefahren am Einsatzort schützen und ist deshalb aus besonders belastbaren Materialien hergestellt. Die Ausrüstung für jede Person kostet ca. 1.000 € und auch die Einsatzwägen sind nicht billig. Der Wert eines Fahrzeuges beträgt mehr als 500.000 €. Auch in Zukunft werden sehr hohe Kosten auf die Feuerwehr zukommen, denn das aktuelle Feuerwehrhaus ist zu klein geworden.

Draußen hatten die Schüler Gelegenheit den Umgang mit dem Feuerlöscher zu üben. Bei einem Löschversuch nähert man sich einem Feuer am besten in geduckter Haltung, um die Hitze und das Einatmen schädlicher Gase zu vermeiden. Man bewegt sich um das Feuer und versucht es so dynamisch zu löschen. Stehen mehrere Löscher zur Verfügung, werden alle gleichzeitig eingesetzt, um den Löscherfolg zu erhöhen.

Im Anschluss demonstrierte die Feuerwehr die Gefahren eines Fettbrandes. Immer wieder kommt es vor, dass Pfannen auf einem eingeschalteten Herd vergessen werden, bis sich das Bratöl von alleine entzündet. Man sollte niemals (!) brennendes Fett mit Wasser löschen. Wie auf den Bildern zu erkennen ist, reichen 20 mL Wasser aus, um eine 2 m hohe Stichflamme zu erzeugen. Das Wasser verdunstet schlagartig und reißt dabei Öltröpfchen mit sich, die sich anschließend entzünden. Der Löschende zieht sich dabei schwerste Brandwunden am ganzen Körper zu. Am besten deckt man eine brennende Pfanne mit einem großen Deckel ab.

Nach dieser sehr eindrucksvollen Demonstration kam der Höhepunkt des Besuchs. In einem geschlossenen Stahlkäfig wurde eine kleine Gaskartusche erhitzt, wie sie zum Beispiel von Campingurlaubern oft verwendet wird. Nach einiger Zeit zischte es laut, denn der Druck in der Gaskartusche war zu hoch geworden und Gas entwich. Eine leichte Enttäuschung machte sich unter den Schülern breit, denn sie hatten mehr erwartet. Umso mehr wurden sie vom lauten Knall und der riesigen Stichflamme überrascht, als die Gaskartusche endlich explodierte.

Die Schüler des Staffelsee-Gymnasiums bedanken sich recht herzlich bei der Freiwilligen Feuerwehr Murnau für das tolle und eindrucksvolle Programm. Das dynamische Löschen eines Feuers bereitete den Schülern ebenfalls große Freude.

Marguerita Duchoslav, Marco Kondziak

Besuch bei der FFW Murnau

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